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»Einsamkeit ist bis in die letzten Jahre dem Ammersee geblieben. Sein Gebiet ist eines der herrlichsten im baierischen Vorland; glänzend spiegelt sich die lange Bergeskette in seiner Flut; Hochwald umkränzt die Ufer, aber eine seltsame Fügung hat es gewollt, daß er vergessen blieb von den Tausenden, die allsommerlich hinausziehen und sich jeden Winkel schöner Erde erobern.« Reiseführer 1881
Der Ammersee war und ist Bauern, Künstler und Klostersee.
Egal wo man sich befindet - Kloster Andechs wacht über den See. Folklore und Bierseligkeit bestimmen heute das Bild, das früher Ausdruck allgemeiner Volksfrömmigkeit war: Hunderttausende beteiligten sich alljährlich an den Wallfahrtszügen auf den Heiligen Berg.
Anfang des 20. Jahrhunderts siedelten sich Maler, Komponisten, Musiker und Bildhauer hier an und gründeten die Scholle. Diese Künstlerinitiative hatte großen Einfluss auf auf die Entwicklung des Blauen Reiters, ein wichtiger Beitrag zur europäischen Kunst der Moderne.
Der drittgrößte See Bayerns besetzt einen Spitzenplatz in Naturschutz und Artenvielfalt. Bis zu 10 000 Wasservögel aus dem hohen Norden nutzen den See zur Zwischenlandung im Ramsarer Schutzgebiet.
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